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Ostern im Dreiländereck: Wer feiert wie?

Deutschland – Der beliebte Osterhase

In Deutschland gibt es zahlreiche Osterbräuche wie das Osterfeuer und die Osterkerze, die je nach Region unterschiedlich verbreitet sind. Sehr beliebt sind das Eierfärben und das Aufhängen von ausgeblasenen und liebevoll bemalten Eiern an Sträußen.

An Ostersonntag gehen die Kinder auf die Suche nach Süßigkeiten, die der Osterhase versteckt hat.

Gefeiert wird traditionell mit Schokoladenhasen, Schokoladeneiern, Hefezopf, Osterbrot und Osterbraten. An Karfreitag steht bei sehr vielen aus religiösen Gründen Fisch auf der Speisekarte. Sehr beliebt ist auch das Osterlamm, ein Rührteig-Gebäck, das bevorzugt zu Kaffee und Tee gegessen wird.

Frankreich ­– Mit Süßigkeiten beladene Kirchenglocken

Im Gegensatz zu Deutschland ist Karfreitag kein gesetzlicher Feiertag.  Außerdem gibt es in Frankreich keinen Osterhasen. Doch wie kommen die Süßigkeiten am Ostersonntag dann zu den Kindern?

Dazu gibt es in unserem Nachbarland eine ganz andere Geschichte...

Den Kindern wird erzählt, dass die Kirchenglocken am Gründonnerstag, die ab dann verstummen, nach Rom reisen, wo sie sich vom Papst, dem kirchlichen Oberhaupt, den Segen holen. Mit Süßigkeiten beladen kehren diese am Sonntag heim.  Allerdings verlieren sie die Süßigkeiten auf dem Heimflug. An Ostersonntag, wenn die Kirchenglocken dann wieder läuten, dürfen auch die Kinder mit der Suche der Süßigkeiten beginnen.

Traditionell gibt es in Frankreich „gigot d'agneau“ zu essen. Die Lammkeule mit viel Knoblauch wird mit grünen oder weißen Bohnen gereicht.  Mit zur Ostertafel gehört zum Kaffee auch das gebackene Osterlamm.

Schweiz ­– Traditionelles Eiertütscha

Auch in der Schweiz geht es an Ostersonntag traditionell auf die Suche nach Süßigkeiten.

In der ganzen Schweiz wird an Ostern auch das sogenannte „Eiertütscha“ gespielt. Dabei erhält jeder Spieler ein hartgekochtes Ei, welches die Spieler mit den Spitzen so lange gegeneinander schlagen, bis eines der beiden Eier zerbricht.  Gewonnen hat der Spieler, dessen Ei bis zum Ende unbeschädigt bleibt.

Jedoch gibt es auch in der Schweiz zahlreiche unterschiedliche Osterbräuche, die je nach Kanton unterschiedlich sind.

So gibt es in Zürich etwa die alte Tradition des sogenannten „Zwänzgerle“. Dabei strecken die Kinder ihre hartgekochten Eier den Erwachsenen hin. Diese versuchen dann mit viel Geschick, ihre 20-Rappen-Münze so auf das Ei zu werfen, dass es in der Schale stecken bleibt. Prallt das Geldstück ab, gehören Ei und Geldstück dem Kind. Bleibt das Geldstück stecken, darf sich der Erwachsenen über Ei und Geld freuen. – Ein Brauch, der nicht nur Spaß macht, sondern mit dem die Kinder auch ihr Taschengeld etwas aufbessern können.

Im Baselbiet wie auch in Teilen des Kantons Aargau wird nach Ostern die sogenannte Eierläset zum Vertreiben des Winters veranstaltet. Dabei werden je in zwei Bahnen bis zu 100 Eier auf kleine Sägemehl-Haufen gesetzt. Die Teams, die je Winter und Frühling symbolisieren, müssen diese aufsammeln und in eine Spreuwanne legen. Zerbrechen dabei Eier, gibt es Strafrunden. Am Ende gewinnt natürlich der Frühling.

Zum traditionellen Schweizer Osteressen gehören die Rüblitorte (Karottenkuchen), der Osterzopf und das Osterbrot, der Osterfladen, das Lamm und zartes Fleisch von der Ziege sowie kleine Osterküchlein.

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